
Aufschlussreich ist aus der Anfangszeit ein Blick in Abrechnungen. So betrugen die Gesamtkosten für die Errichtung der ersten Trafo-Station (Wallrabenstein, Friedhofstraße), enthaltend Erd-, Maurer-, Putz-, lsolierungs-, Beton-, Stahlbeton-, Dachdecker-, Spengler-, Glaser-, Maler- und Anstreicherarbeiten laut Rechnung vom 28. Mai 1961 genau 10.710,85 D-Mark. An Lohnkosten werden in der Rechnung genannt: Maurerstunden zu 2,71 D-Mark, Bauhelferstunden zu 2,57 D-Mark und Vorarbeiterstunden zu 3,00 D-Mark! In der Facharbeiter-Lohnabrechnung 1960 für das Finanzamt sind die Maurerstunden mit ganzen 2,80 D-Mark ausgewiesen, die der Bauhelfer mit 2,48 D-Mark. Zehn Jahre später hießen die Beträge 6,65 und 5,75 D-Mark, abermals zehn Jahre später (1980) bereits 13,38 und 12,45 D-Mark, im Jahr 1984 14,66 und 14,16 D-Mark. Dass sich die Lohnnebenkosten ebenso erhöhten, wissen Arbeitgeber wie -nehmer nur allzu gut!
Kräftiger Aufschwung im dritten Jahr ...
Doch zurück zu den Anfangsjahren. Mit dem Bau des ersten Bauabschnittes der Mittelpunktschule Wallrabenstein 1963/64 konnte der Betrieb wesentlich vergrößert werden. Ein neuer Kran mit fünfzig Metern Gleis wurde angeschafft, eine neue Betonmischanlage in Betrieb genommen, ferner eine elektrische Baustahl-Biege- und Schneidemaschine. Bei diesem großen Bauvorhaben wurden allein 55 Tonnen Stahl verarbeitet!
Allerdings war die Schule nicht die einzige Baustelle der Firma Arno Jacobi im Jahre 1963. Eine weitere Trafo-Station wurde gebaut - und bis Anfang der 70er Jahre waren es insgesamt 170 Stationen, die man im Untertaunuskreis, im Rheingau und im Main-Taunus-Kreis für das Versorgungs- untenehmen MKW baute! Weiter entstand ein Sechsfamilienhaus für die Kreiswohnungsbau GmbH Bad Schwalbach in Wallrabenstein, der Anbau Schlotter in Wörsdorf wurde erstellt, ferner der Bau Hörhold (Königshofen), und schließlich begann Arno Jacobi mit dem Bau des eigenen Wohnhauses mit Büro im St. Petersweg 1.